Diese Ideen und Ziele gelten für ganz Rain „Gemeinsam ein Ganzes“. Sicher mal mehr, mal weniger, aber immer da wo sie erforderlich oder möglich sind. Die folgenden Punkte sollen Ihnen einen Eindruck geben was mein Team und ich will und wofür wir uns einsetzen, sind aber keinesfalls abschließend oder gar vollständig

Wir wollen Wohnraum fördern, der Möglichkeiten für ein Zusammenleben von Jung und Alt eröffnet.

Für Junge Leute der Weg eigenes Wohnen auszuprobieren, für Senioren ihren Lebensabend aktiv zu gestalten

Als Modellprojekt wollen wir ein Mehrgenerationenhaus errichten, in dem Menschen unterschiedlichen Alters zusammenwohnen und zusammenleben, um so voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Einen möglichen Standort gibt es bereits in der Altstadt und mittelfristig zusätzlich noch einen anstelle des Feuerwehrhauses: „Wohnen am Mühlbach“.

Wohnraum in Rain ist nur bedingt „unbezahlbar“. Wir haben eher das Problem, dass sich in den letzten Jahren die Anforderungen an Wohnraum und die Altersstruktur stark gewandelt haben. Viele Wohnungen und Häuser „passen“ nicht (mehr).

Für Junge Leute, vor allem aber für (angehende) Senioren möchten wir deshalb – natürlich auch bezahlbare – Angebote schaffen, um erste Wohnerfahrungen zu sammeln bzw. in kleinere, aber altersgerechte, Wohnungen umziehen zu können.

Mehrgenerationenwohnen und die Stadt als Bauherr, evtl. auch mittels einer Wohnungsbau-genossenschaft, sind für uns hier die Ansatzpunkte.

Das Feuerwehrhaus entspricht nicht mehr dem aktuellen Standard und wirft am derzeitigen Standort viele weitere Probleme auf. Deshalb hat der Stadtrat sich für einen Neubau an der Neuburger Straße entschieden.

Auch beim Bauhof steht eine „Restrukturierung“ und Erweiterung an. Mögliche Synergieeffekte in Kombination mit dem Feuerwehrhaus, wie sie gerne genannt werden, scheinen uns nach Gesprächen mit den Beteiligten, allerdings nicht wirklich möglich zu sein.

Hier geht’s zur aktuellen Studie …

Rain befindet sich eigentlich in einer Situation um die uns viele Städte beneiden. Zwei große Lebensmittelmärkte, das Dehner Gartencenter und zahlreiche weitere Geschäfte sind zu Fuß von jedem Punkt der Innenstadt in maximal 10 Minuten zu erreichen. Alle sind auch von Besuchern von außerhalb gut bis sehr gut frequentiert.

Deshalb liegt es aus unserer Sicht nicht an zu wenig potenziellen Kunden. Für uns ist das Hauptmanko ein barrierefreier, guter Zugang vom Dehner-Gelände in die Hauptstraße, das muss sich ändern. Darauf kann man dann beharrlich aufbauen. Was es auf keinen Fall in Rain geben darf sind Leerstände, also entweder Gewerbe oder aber Umbau zu Wohnungen.

Mit der Umsiedlung des Tourismusbüros und dem Kümmerbüro kann die Stadt selbst mindestens zwei Leerstände in der Hauptstraße „beseitigen“.

Hier geht’s zur ISEK-Studie …

Hier geht’s zur Studie „Johannisviertel“ …

Nicht nur Wohnungen und Gebäude stehen leer, auch möglicher Baugrund wird zunehmend nicht genutzt. Das ist in fast allen Teilen Rains so. Hier gilt es noch aktiver zu werden, mit Rat und Tat und, wo immer nötig und möglich, auch durch finanzielle Unterstützung bis hin zum Erwerb, um diese Entwicklung zu stoppen und möglichst umzukehren.

Dabei wollen wir die dörflichen Strukturen unserer Stadtteile im besten Sinne erhalten und weiterentwickeln.

Zwei Richtungen

Schneller Internetanschluss, möglichst in jedem Haus, muss das Ziel sein. Da sind wir auf dem Weg, könnten aber sicher noch schneller werden und als Stadt mehr tun. Auch mit städtischen WLAN-Hotspots in allen Stadtteilen wollen wir weitere Angebote schaffen.

In der Kommune selbst mit Maß und Ziel. Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein. So gibt es noch viele Prozesse und Entscheidungs-wege, die verbessert und beschleunigt werden müssen, bevor die nächste Digitalisierungsstufe erklommen werden sollte. Und es ist ja auch nicht so, dass unsere städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter IT-mäßig weit hinterherhinken, auch wenn das gerne so kolportiert wird

Wir wollen einen Jugendtreff schaffen. Und wir werden einen schaffen. Verein/Jugendrat/Stadt gemeinsam. Ein Gebäude muss möglichst früh (von der Stadt!) organisiert werden. Wenn jetzt wieder mit dem neuen Verhinderungsargument „Brandschutz“ argumentiert wird, auch das werden wir lösen. Sollte das Gebäude/Gelände zu groß erscheinen, was spricht dagegen auch Raumangebote für unsere Senioren mit einzubeziehen?

Auf jeden Fall muss die Stadt mit eingebunden sein, ob mit oder ohne Jugendpfleger, und auch finanziell Verantwortung übernehmen.

42% der Rainer Bevölkerung sind aktuell 50 Jahre und älter. In den kommenden Jahren wird sich dieser Anteil weiter vergrößern. Gleichzeitig wird die Zahl der Kinder und Jugendlichen in etwa gleichbleiben. Es ist wichtig diese Bevölkerungsentwicklung zu akzeptieren und entsprechend zu agieren.

„Ausbau Kinderbetreuung“ hört sich anders an als „Kurzzeit- und Tagespflegeplätze schaffen“ und doch müssen wir uns fragen, wo wir jetzt und künftig ansetzen sollen und müssen.

Deshalb wollen wir uns für beides einsetzen. Ausbau der Kinderbetreuung und der Kurzzeit- und Tagespflegeeinrichtungen.

Quelle Bay.Landesamt für Statistik. Mehr …

Die Verkehrsinfrastruktur von Rain beinhaltet von fast optimal bis, naja, verbesserungswürdig ziemlich alle Facetten. Hier soll nach einer Bestandaufnahme (und „Verkehrsschau“) ein 5-Jahresplan erstellt werden, um dann transparent und nachvollziehbar Zug um Zug kontinuierlich in der Fläche Verbesserungen zu schaffen.

Lücken im Radwegenetz müssen geschlossen werden.

Die Versorgung durch den öffentlichen Nahverkehr muss von städtischer Seite stärker eingefordert und unterstützt werden.

Gerne wird hier argumentiert, das ginge nur mit den Nachbarn, mag sein, aber wir wollen vorangehen und wenn es sein muss auch erst mal alleine.

Neben den bestehenden Angeboten (Lechbus, usw.) wollen wir, koordiniert durch das Kümmerbüro (s.u.), weitere Mobilitätsangebote schaffen.

Hier machen oft wenige Zentimeter den Unterschied (Stufe oder Randstein). Hier kann und muss die Stadt schon mal mit vergleichsweise wenig Aufwand viel tun. Nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch unsere Senioren, die mit Rollator unterwegs sind, werden es danken. Und mit dem barrierefreien Zugang zum Kümmerbüro ist auch der Weg zur Verwaltung „geebnet“.

Bilder vom Rundgang zur Inklusion …

Vereine und ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger sind das Rückgrat unserer Stadt mit allen ihren Stadtteilen. Dem wollen wir noch mehr Rechnung tragen. Die ideelle, finanzielle und personelle Unterstützung wollen wir vorantreiben. Wo immer möglich wollen wir die Lähmung durch überquellende Vorschriften und Auflagen aufbrechen.

Dort wo die Stadt mit Kümmerbüro und sonstigen Tätigkeiten Unterstützung leisten kann, soll dies unbürokratisch geschehen.

Rain besitzt ein einmaliges Stück Natur – die Rainer Lechauen. Diese wollen wir wieder stärker ins Bewusstsein rücken, für alle Rainer nutzbar und erlebbar machen. Dabei steht natürlich die Wissensvermittlung über die Bedeutung des Auenwaldes im Vordergrund. Hinzukommen soll aber auch das Eintauchen in die Natur als „spannendes Abenteuer“. So wie der Waldkindergarten bereits jetzt den Zugang zur Natur für manche unsere Kinder ebnet, so sollen auch die „Großen“ ein „handfestes“ Angebot bekommen die Lechauen, und damit die Natur an sich, wieder mit anderen Augen zu sehen. Zugleich können die Rainer Lechauen so ein wichtiger Baustein in unserem Konzept zum Ausbau des sanften Tourismus werden

Bilder zu den Lechauen …

Senioren-, Jugendbeauftragte usw. alles gut und wichtig, aber darüber und darüber hinaus muss es noch mehr geben.

Hierfür wollen wir ein Kümmerbüro einrichten. Eine Anlaufstelle für Bürger jeden Alters. Eine Leitstelle für organisierte Nachbarschaftshilfe. Vermittlung von Babysitter bis Pflegedienst. Koordination und Unterstützung bereits gut funktionierender Angebote der Vereine und der Altenbetreuung. Fachliche Hilfe für Senioren und/oder deren Angehörige. Informations- und Dienstleitungsdrehscheibe vor Ort. Erarbeitung von generationsübergreifenden Angeboten.

Unterstützen wollen wir dies durch den Aufbau einer Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, anderen mit ihrem Können und ihren Fähigkeiten zur Seite zu stehen. Vom Schneeräumen bis Fahrdienst, vom Vorlesen bis Einkaufen, eine Stunde pro Monat oder mehr, alles kann zur Verbesserung individueller Lebenssituationen beitragen, nicht nur bei Senioren und Menschen mit Behinderung.

Jeder weiß wann er Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst rufen muss und sollte, und für alles Andere soll künftig das Kümmerbüro die erste Anlaufstelle sein. Eine Stelle der Kommune, unabhängig, barrierefrei zugängig, auch Hilfe für die Vereine und Ehrenamtliche. Bürgerbüro 4.0 sozusagen.

Wobei der Begriff „Büro“ natürlich eher so interpretiert werden sollte: